Wenige Monate nach dem Baubeginn konnte jetzt das Richtfest des Neubaus zur Erweiterung des Familien- und Bildungszentrums in der Schulstraße gefeiert werden. Damit wurde die Rohbauphase für ein repräsentatives Gebäude abgeschlossen, das die Vielfalt der bereits bestehenden Angebote im Familien- und Bildungszentrum, das im Jahr 2019 eröffnet wurde und die die ganze Breite des Lebens unter einem Dach abbilden, angefangen von den Kindern der Kindertagesstätte über die Senioren der Tagespflege bis hin zu den Nutzern der reichhaltigen und besonderen Bildungsangebote der Volkshochschule zukunftsweisend ergänzt.

Die Arbeiten im Inneren des Gebäudes haben ebenfalls bereits begonnen, so dass sich das Projekt seiner Fertigstellung Herbst 2027 mit großen Schritten nähert. Auf Basis des Entwurfs von B+Z Gruppe aus Kelheim wird zeitgemäßes Design, das auch die ökologischen Gesichtspunkte beinhaltet, mit funktionaler und modernster Architektur kombiniert. Bürgermeister Herbert Blascheck zeigte sich beim Richtfest begeistert: „Das Richtfest ist ja für jeden Bauherrn etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil dabei mit der Fertigstellung des Rohbaus gewissermaßen die ‚Halbzeit‘ auf der Baustelle erreicht ist, sondern insbesondere auch, weil es ganz deutlich zeigt, dass der Bau zügig vorangeht und er sich mit großen Schritten auf seine Fertigstellung zubewegt.  Mit der Erweiterung unseres Familien- und Bildungszentrums setzen wir ein weiteres positives Zeichen für die Zukunft unseres Marktes. Das Zentrum wird um ein modernes Kinderhaus, ‚Service-Pflege-Wohnen‘ und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft erweitert. So wird nicht nur die Betreuung und Bildung weiter gestärkt, sondern auch das generationsübergreifende Zusammenleben gefördert.“

Der Neubau ist nicht direkt an das bestehende Gebäude angebaut, sondern optisch davon abgesetzt und im ersten Obergeschoss mit einem Übergang verbunden. Das neue Kinderhaus mit Kinderkrippen- und Kindergartengruppen umfasst eine Nutzfläche von rund 700 m². Dazu kommt noch die entsprechende Gartenfläche. Im ersten Obergeschoss des Neubaus erweitert die Arbeiterwohlfahrt ihr Angebot um „Service-Pflege-Wohnen“ mit 18 Zwei- und Drei-Zimmer-Appartements, die mit überdachten Stellplätzen und direkter Anbindung an die bestehende Tagespflege ausgestattet sind. Dank der EOF-Förderung der Regierung von Niederbayern können diese Wohnungen zu einer vergünstigten Kaltmiete angeboten werden.

Mit dem „Service-Pflege-Wohnen“ wird ein weiterer flexibler Baustein zum Wohnen, zur Betreuung und zur Pflege geschaffen, so AWO-Kreisgeschäftsführerin Sandra von Hösslin. Durch die direkte Anbindung an die Tagespflege haben pflegebedürftige Bewohner die Möglichkeit, kostengünstig die Tagespflege zu besuchen. Die Teilnahme an einem offenen Mittagstisch sowie an jahreszeitlichen Veranstaltungen ist ebenfalls möglich. Für pflegerische Beratungsgespräche stehen die Mitarbeiter der Tagespflege ebenfalls zur Verfügung. In Kombination mit den Angeboten eines örtlichen ambulanten Pflegedienstes kann für jeden Bewohner ein individuelles Versorgungsangebot bereitgestellt werden, so dass bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit die Versorgung im häuslichen Umfeld gewährleistet ist.

Im zweiten Obergeschoss wird eine ambulant betreute Wohngemeinschaft entstehen und die bestehenden und bewährten Wohngemeinschaften, die es bereits im Seniorenservicehaus gibt, ergänzen. Mit einer Förderung von insgesamt 720.000 Euro aus dem Programm „PflegesoNah“ ermöglicht der Freistaat Bayern diese weitere ambulant betreute Wohngemeinschaft mit 12 Plätzen.

Das Gebäude wird nach dem KfW-40-Standard errichtet und mit einer nachhaltigen Wärmepumpenlösung beheizt. Die Planung und Projektierung übernimmt die B+Z Gruppe aus Kelheim, die bereits den bestehenden Teil des Zentrums erfolgreich umgesetzt hat. Michael Büchl, Geschäftsführer der B+Z Gruppe, erklärte: „Die Kombination aus Kinderbetreuung, einkommensorientiert gefördertem Wohnraum und einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft macht dieses Projekt einzigartig. Dank der Unterstützung durch Bürgermeister Herbert Blascheck und die Markträte sowie die Regierung von Niederbayern und auch dank des engagierten Einsatzes durch die Landtagsabgeordnete Petra Högl konnte dieses Herzensprojekt realisiert werden.“

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